Pultdach als Dachform | Neigung

Das Pultdach als Dachform

Das Pultdach gehört zu den beliebtesten Dachformen in Deutschland. Grund dafür sind die zahlreichen Vorteile, die das Pultdach mit sich bringt. So gilt diese Dachform als sehr einfach zu planen und sie benötigt beim Aufbau nur wenig Material. Durch den geringen Materialverbrauch beim Pultdach sinken auch die entsprechenden Kosten für dieses.

 

Die richtige Pultdach Neigung

Wer sich mit dem Gedanken trägt, für das neu zu errichtende Haus ein Pultdach zu wählen, sollte sich vorab einige grundlegende Informationen zu diesem beschaffen. Entscheidend ist zum Beispiel die Wahl der richtigen Dachneigung. Nur wenn diese korrekt gewählt wird, kann man das Pultdach regensicher aufbauen. Zwar ist es grundsätzlich möglich, ein Pultdach mit sehr geringer Neigung zu planen, das sorgt aber für Mehrkosten beim Aufbau, denn es werden regendichte Unterdächer notwendig.

Das Pultdach sollte also mindestens eine Dachneigung von elf Grad aufweisen. Zwar könnte man dieses dann fast schon als geneigtes Flachdach bezeichnen, dennoch gilt es als Pultdach. Nach oben hin sind der Neigung dagegen keine Grenzen gesetzt. Selbst eine 60 Grad Dachneigung ist beim Pultdach möglich.

Bei der Wahl der richtigen Dachneigung sollte zudem die geplante Eindeckung des Dachs berücksichtigt werden. Diese ist mit entscheidend dafür, ob ein wasserdichtes Unterdach benötigt wird oder nicht. Einfache Dachziegel beispielsweise eignen sich als Dacheindeckung für das Pultdach. Aber bereits ab einer Neigung von 15 Grad wird dann das Unterdach nötig. Um die Ziegel sicher verlegen zu können, bedarf es nach zahlreichen Herstellerangaben sogar eine Mindest-Dachneigung von 22 Grad.

Eine alternative Form der Dacheindeckung für das Pultdach wäre das Trapezblech. Dieses kann sogar bei einer Dachneigung von nur fünf Grad verwendet werden. Diese Zahlen und Daten machen deutlich, dass auch beim Pultdach bereits im Vorfeld einige wichtige Entscheidungen getroffen werden.

 

Haus mit Pultdach von Heinu von Heiden

Ist das Pultdach selbstreinigend?

Fällt Regenwasser auf ein Dach, so hat dieses in der Regel eine gewisse Reinigungswirkung auf selbiges. Wie gut diese Reinigungswirkung jedoch ausfällt, ist maßgeblich von der Dachneigung abhängig – das gilt natürlich auch beim Pultdach. Ebenfalls ist die verwendete Dacheindeckung mit verantwortlich für den Reinigungseffekt des Regenwassers.

Dabei gilt folgende Faustregel: Je höher die Dachneigung des Pultdachs, desto mehr „Schwung“ erhält das Regenwasser beim Ablaufen und kann so Ablagerungen, Vogelkot, andere Verunreinigungen und den allgegenwärtigen Staub besser vom Dach herunterspülen. Bei der Dacheindeckung gilt es, bei Ziegeln und Trapezblechen mit Wellenmuster auf sehr enge Wellen zu achten. So entwickelt das Regenwasser auf kleinstem Raum noch mehr Kraft. Bei zu breiten Wellen bleibt dagegen ein Großteil der Verschmutzungen auf der Dachfläche liegen. In diesem Fall muss man das Pultdach dann manuell reinigen, wobei sich ein Intervall von zwei Reinigungen pro Jahr bewährt hat.

 

Gibt es auch Nachteile beim Pultdach?

Wer sich fragt, ob ein Pultdach die richtige Wahl ist, sollte ebenso dessen Nachteile betrachten. So kann man mit den meisten Dachformen Energie einsparen und sie sogar erzeugen. Beim Pultdach ist nur eines von beidem möglich. So kann ein Haus, das südlich ausgerichtet steht, wahlweise die Südseite offen gestalten oder das Pultdach über diese herunterziehen. Im ersteren Fall fällt viel Sonnenlicht in die Räume, heizt diese auf und kann so Heizkosten einsparen. Im letzteren Fäll lässt sich eine Solaranlage auf dem Pultdach anbringen, welche der Energieerzeugung dient. Die Heizkosteneinsparungen durch die hereinstrahlende Sonne sind dann aber nicht mehr möglich. Die Räume sind ebenfalls weniger hell.

Wichtig ist beim Pultdach zudem die passende Dämmung. Sie muss ausreichend stark sein und ist in ihrer Art wiederum abhängig von Dachneigung und –ausrichtung. Die Abdichtung kann dabei analog zum Flachdach erfolgen, wobei auf der höheren Dachseite besonders sorgfältig zu arbeiten ist. Hier müssen die Anschlüsse zwischen Wand und Dach exakt ausgeführt werden, um lange Freude am Pultdach zu haben.

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